Hofkirche in Dresden

Das Bistum Meißen wurde 968 auf Vorschlag Kaiser Ottos I. an den Grenzen zu slawischen Gauen als Missionsbistum gegründet.

Die Reformation beendete eine Blütezeit des Bistums. Der letzte Bischof verzichtete 1581 auf sein Bistum und trat zur Lehre Luthers über. Die bischöfliche Jurisdiktion über die Lausitz übertrug er dem Dekan des Bautzner Kollegiatskapitels St. Petri.

1921 konnte das Bistum Meißen mit Sitz in Bautzen wieder errichtet werden. Bischof Gerhard Schaffran gelang es 1980, den Bischofssitz von Bautzen nach Dresden zu verlegen. Damit bekam das Bistum den Doppelnamen "Dresden-Meißen". Die ehemalige Dresdener Hofkirche wurde zur Kathedrale des Bistums erhoben, der Petri-Dom zu Bautzen bekam den Rang einer Konkathedrale.

Der größte Teil des Bistums liegt heute in Sachsen, ein kleiner Teil gehört zu Ostthüringen. Etwa 140.000 Katholiken leben in der Diözese das sind etwa 4-5% der Einwohner. Dazu kommen 20 - 25% evangelische Christen. Die meisten anderen Menschen sind ohne Konfession. Für Katholiken bedeuted das eine extreme Diaspora-Situation.

Gegliedert ist das Bistum in 9 Dekanate, in den es rund 100 Pfarreien und Pfarrvikarien gibt. Die größten Städte im Bistum sind Dresden, Leipzig, Chemnitz und Gera.

Quelle: Handout zu Ernennung des Bischofs Dr. Heiner Koch